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Modellierte Tradition

Was NRW mit Preußen zu tun hat

Skizze der Litfaßsäule mit preußscher Pickelhaube

Modellierte Tradition

Die wandernde (Geschichts)Litfaßsäule.
Ein Kooperationsprojekt des LWL-Preußenmuseums Minden mit der Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen und der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen, 2021-2022

Anlässlich des 75. Jubiläums der NRW-Landesgründung 1946 erzählt die Litfaßsäule in vier Themenfeldern (Verwaltung, Geografie, Mentalitäten, Gründungsmythos) und in Anlehnung an die Ästhetik von Filmwerbung der 1950er Jahre die Vorgeschichte des Landes Nordrhein-Westfalen in Bezug auf seine preußische Prägung. Nach Stationen in Minden und Düsseldorf wird die Litfaßsäule ab 2022 in allen Regierungsbezirken von NRW zu sehen sein. Begleitet wird die Ausstellung durch eine umfangreiche digitale Präsentation. Schauen Sie rein!

Die Ausstellung in Köln

08.09.2022 – 31.10.2022
vor dem Landeshaus des LVR, Köln-Deutz

Eröffnung
08.09.2022 ǀ 18:00 Uhr

Die Wanderausstellung „Modellierte Tradition. Was NRW mit Preußen zu tun hat“ kommt nach Köln. Die Ausstellung des LWL-Preußenmuseums Minden, die in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen und der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen durch das Bundesland tourt, ist ein Informationsangebot mit Augenzwinkern. In Form einer Litfaßsäule, die mit einer knallblauen Pickelhaube bekrönt ist, und in der Optik alter Werbeplakate illustriert sie die Geschichte der Zugehörigkeit des Rheinlands und Westfalens zum Staat Preußen vor 1946.

Begrüßung
Ulrike Lubek, LVR-Direktorin

Grußwort zur Wanderausstellung
Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger, LWL-Kulturdezernentin,
Dr. Guido Hitze, Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen

Einführung
Dr. Helmut Rönz, LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte

Kabarettistischer Beitrag
Jürgen Becker

Podiumsdiskussion
Köln und das Rheinland in der Weimarer Republik. Was hat das mit Preußen zu tun?
Es diskutieren:

  • Dr. Corinna Franz, LVR-Dezernentin für Kultur und Landschaftliche Kulturpflege,
  • Dr. Guido Hitze, Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen,
  • Dr. Sylvia Necker, LWL-Preußenmuseum Minden,
  • Prof. Dr. Christoph Nonn, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

Moderation: Georg Mölich, LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte

Stehempfang

Die Ausstellung in Arnsberg

15.06.2022 – 15.08.2022
vor dem Sauerland-Museum

Eröffnung
23.06.2022 ǀ 11:00 Uhr

Vortrag
28.06.2022 ǀ 18:00 Uhr
„Am Anfang war Weimar – die unbekannte Vorgeschichte Nordrhein-Westfalens“
Dr. Guido Hitze, Leiter Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen
Blaues Haus des Sauerland-Museums
Kosten: kostenfrei

Im Rahmen einer Wanderausstellung zur preußischen Prägung in der Geschichte NRWs hält der Leiter der Landeszentrale für Politische Bildung in Nordrhein-Westfalen, Dr. Guido Hitze, einen Vortrag im Blauen Haus des Sauerland-Museums.
Dabei geht es um die Motive, Ursachen, Hintergründe und Ziele der Bestrebungen, Anfang der 1920er Jahre im Zuge der Reichsreformdebatte eine "Wirtschaftsprovinz Rheinland-Westfalen" nahezu exakt in den Grenzen des heutigen Nordrhein-Westfalen zu schaffen. Welche konkreten ökonomischen, politischen und strukturellen Vorstellungen waren mit diesem Vorhaben verbunden, wer waren die Protagonisten, warum bzw. an wem scheiterten die Pläne, in welcher Gestalt lebten sie später wieder auf und wer trug nach 1945 die Kerngedanken der seinerzeitigen Weimarer Planungen an die britische Besatzungsmacht weiter, welche dann schließlich das (gedanklich) gar nicht so neue Land Nordrhein-Westfalen am 23. August 1946 per Dekret gründete?

Kurzvita
Dr. Guido Hitze ist Historiker und Politikwissenschaftler sowie seit 2020 Leiter der Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen. Zuvor war er Leiter der Planungsgruppe „Geschichte, Politik und Demokratie Nordrhein-Westfalens“ für ein „Haus der Geschichte Nordrhein-Westfalen“ beim nordrhein-westfälischen Landtag. Seit 2018 hat er einen Lehrauftrag an der Universität Duisburg-Essen im Rahmen der NRW-School of Governance. Seine wissenschaftlichen Interessensschwerpunkte liegen in der Landes-, Parteien- und Parlamentsgeschichte Nordrhein-Westfalens, der Landesgeschichte Schlesiens, der Geschichte des Politischen Katholizismus in Kaiserreich und Weimarer Republik, der allgemeinen Parteien-, Wahl- und Demokratieforschung sowie in Fragen der historisch-politischen Bildung, insbesondere der Erinnerungskultur.

Bitte melden Sie sich zur Teilnahme an unter der Telefonnummer 02931 944444 oder über folgendes Anfrageformular.

Die Ausstellung in Essen

18.05.2022 – 15.06.2022
vor dem Ruhr Museum

Eröffnung
18.05.2022 ǀ 11:00 Uhr

Vortrag
09.06.20221 ǀ 18:00 Uhr
„Nordrhein-Westfalens Anfänge lagen an der Ruhr und nicht in London – zur Rolle Essens und der Ruhrindustriellen in der Weimarer Reichsreformdebatte“
Dr. Guido Hitze, Leiter Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen
Kokskohlenbunker des Ruhr Museums
Kosten: kostenfrei

Der Vortrag bietet einen vertiefenden Blick auf die Ursprünge NRWs und macht deutlich, wie eng das Rheinland und Westfalen immer miteinander verbunden waren. Dabei geht es um die Motive, Ursachen, Hintergründe und Ziele der Ruhrindustrie in ihrem Bemühen, Anfang der 1920er Jahre eine „Wirtschaftsprovinz Rheinland-Westfalen“ nahezu exakt in den Grenzen des heutigen Nordrhein-Westfalens zu schaffen.
Der Vortrag widmet sich den Fragen: Welche konkreten ökonomischen, politischen und strukturellen Vorstellungen waren mit diesem Vorhaben verbunden? Wer waren die Protagonisten? Und warum bzw. an wem scheiterten die Pläne? In welcher Gestalt lebten sie später wieder auf, wie verhält es sich mit der Einstellung der Ruhrindustrie zum Projekt einer eigenständigen „Ruhrprovinz“? Wer trug nach 1945 die Kerngedanken der seinerzeitigen Weimarer Planungen an die britische Besatzungsmacht weiter, welche dann schließlich das gar nicht so neue Land Nordrhein-Westfalen am 23. August 1946 per Dekret gründete?

 

 

 

 

Die Ausstellung in Düsseldorf

09.03.2022 – 26.04.2022
auf dem Johannes-Rau-Platz, 40213 Düsseldorf

Eröffnung
09.03.2022 | 14:30 Uhr

Forschungsgespräch
31.05.2022 | 18:00 Uhr
Behrensbau, Kasino, am Mannesmannufer, Düsseldorf

Gemeinsam laden die Stiftung Haus der Geschichte Nordrhein-Westfalen und die Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen herzlich ein zum Forschungsgespräch.
Gemeinsam mit Ihnen möchten wir die Vorgeschichte der Landesgründung und die
Entscheidungsbildung der britischen Regierung in den Blick nehmen. Dabei stehen die Überlegungen im Mittelpunkt, die in der Reichsreformdebatte der 1920er Jahre verschiedene Konzepte für die Neugliederung des Deutschen Reiches entwickelten. So sah der „Baumannplan“ aus dem Jahr 1923 die Wirtschaftsprovinz Rheinland-Westfalen vor, die fast genau dem heutigen Nordrhein-Westfalen entspricht. Nach einem Impulsvortrag von Dr. Peter Henkel, Projektleiter der Jubiläumsausstellung, freuen wir uns auf eine anregende Diskussion mit Ihnen.

Programm
18:00 Uhr  Begrüßung
18:15 Uhr  Impuls Peter Henkel
18:35 Uhr  Diskussion
20:00 Uhr  Bilanz
Im Anschluss laden wir vor Ort zu einem Imbiss ein.

Eine Anmeldung zur Veranstaltung ist erforderlich (veranstaltungen@hdg.nrw).


 

 

 

Die Ausstellung in Minden

27.10.2021 – 06.03.2022
vor dem LWL-Preußenmuseum Minden

Eröffnung
27.10.2021 ǀ 16:00 Uhr

Festvortrag
26.10.2021 ǀ 19:00 Uhr
„Wie der Adler landet. Was hat NRW mit Preußen zu tun?“
Dr. Guido Hitze, Leiter Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen
Ständersaal LWL-Preußenmuseum Minden

 

 

Ein neuer Blick auf die Gründungsgeschichte NRWs

Wie kam es 1946 zur Gründung Nordrhein-Westfalens? War es die Idee der Briten oder reichen die Pläne weiter zurück? Ein Animationsfilm der Landeszentrale für politische Bildung NRW zum 75. Gründungsjubiläum verrät es Ihnen.
Schauen Sie rein!